Die Adventszeit ist eine besinnliche Zeit und oft verleitet sie uns auch dazu, unseren Mitmenschen Gutes zu tun.JDieses Jahr hat die Klasse Bez 4a nicht Geld gesammelt und es einer Institution gespendet, sondern sie hat sich für andere Menschen Zeit genommen: Wir besuchten nämlich die Werkstatt der „Stiftung für Behinderte Lenzburg“.
Als wir dort ankamen, wurden wir vom Chef der Werkstatt freundlich empfangen. Er führte uns zuerst durch die Werkstatt, die in vier Arbeitsbereiche eingeteilt ist. Danach konnten wir in vier Gruppen bei den verschiedenen Tätigkeiten mithelfen: Wir mussten abgelaufene Tabletten aus ihrer Verpackung drücken, Kartons falten, Blechostereier zukleben und Tupperware verschliessen. Schon nach kurzer Zeit langweilte uns der monotone Arbeitsablauf und wir begannen, die Menschen, die dort täglich so ausdauernd arbeiten, zu bewundern. Die Menschen arbeiten nämlich gerne dort, weil sie wissen, dass sie gebraucht werden. Beim Arbeiten selbst zählt nicht die Menge, die sie verrichten, sondern, dass jede/jeder das macht, was sie/er kann.
Nach und nach begannen wir Gespräche zu führen. So erfuhren wir, dass eine Cousine von Dominique Gisin auch dort arbeitet. Voller Stolz erzählte sie uns von ihrer Teilnahme an den Special Olympics in Los Angeles, wo sie im Kugelstossen und 100-Meter-Lauf antrat. Dabei gewann sie sogar die Bronzemedaille! Wir staunten und gratulierten ihr herzlich.
Als der Pausengong schlug, verliessen alle sofort ihren Arbeitsplatz und begaben sich in den Pausenraum. Auch wir wurden zu einem Getränk eingeladen.
Nach dem Zvieri reisten wir schon wieder nach Hause.
Bei diesem Besuch haben wir gemerkt, wie sinnvoll es ist, Menschen mit einem Handicap eine Arbeit zu geben und ihnen so eine Perspektive zu schenken! Wir alle waren beeindruckt, wie alle so beharrlich, fröhlich und ihrem Können entsprechend eine Arbeit verrichteten.
Ursina Margraf, Bez 4a



