Am 17. März 2015 besuchte die Klasse 3b der Bezirksschule das Theaterstück Romeo und Julia, gespielt von der Shakespeare Company Berlin. Vor Spielbeginn durfte die Klasse hinter die Kulissen schauen und zwei Schauspieler gaben ihr wertvolle Hintergrundinformationen zum Stück.
Die Plätze im Zofinger Stadtsaal waren beinahe ausverkauft , die 3b wartete gespannt, als pünktlich um 20 Uhr das Licht im Zuschauerraum ausging, der Vorhang sich öffnete und laute Musik aus dem Hintergrund ertönte.
Im ersten Teil war das Geschehen sehr unterhaltsam und lustig. Die Artisten bezogen das Publikum ins Geschehen mit ein. Unsere Zoé wurde sogar mit drei weiteren Zuschauern auf die Bühne geführt und durfte dort mittanzen. Faszinierend war auch die Tatsache, dass nur sechs Schauspieler die Rolle von 23 Figuren spielten und mit sehr wenigen Requisiten auskamen. Wer in der ersten Reihe sass, hatte einen guten Blick auf die geschminkten, wandelbaren Gesichter.
Bis zur Pause fanden Julia und Romeo zueinander und versprachen sich ewige Liebe. Sie trafen sich immer heimlich, da ihre zerstrittenen Familien nichts von dieser Liebesbeziehung erfahren durften. Noch vor der 20-minütigen Pause traute Pater Lorenz Romeo und Julia im Versteckten. Das Publikum applaudierte.
Im zweiten Teil ging die Geschichte in eine Tragödie über: Die Ereignisse überstürzten sich. Romeo wurde zum Mörder und aus Verona verbannt. Julia nahm einen Betäubungstrank, um den eigenen Tod vorzutäuschen und später mit Romeo zu fliehen. Die Botschaft dieser List von Pater Lorenz aber erreichte Romeo nicht und als diesem die Nachricht von Julias Tod überbracht wurde, besorgte er sich Gift, legte sich neben die vermeintlich Tote und starb. Die Dramatik spitzte sich zu. Denn Julia erwachte wie geplant wieder, sah ihren Liebsten tot neben sich liegen, nahm einen Dolch und setzte auch ihrem Leben ein Ende.
Die Schauspieler spielten sehr nahe am Originaltext, weshalb uns der zweite Teil etwas in die Länge gezogen erschien. Trotzdem blieb die Spannung bis zum Schluss bestehen und es gab einen langen Applaus für die sechs Schauspieler.
Der Klasse 3b gefiel, wie das Publikum ins Schauspiel miteinbezogen wurde. Das Theater war nicht nur eine Tragödie, sondern auch eine Komödie, was das Stück noch interessanter machte. Es war unglaublich, was die sechs Darsteller während zweieinhalb Stunden auf der Bühne geleistet haben. Beeindruckt hat uns zudem, wie überzeugend einer der Schauspieler die Amme spielte und mit wie wenigen Requisiten die Truppe ausgekommen ist. Eine besondere Rolle hatte der Schwarze Peter im Stück. Seine Aufgabe war es, Szenen zu verbinden und Botschaften zu überbringen, er wurde von verschiedenen Artisten gespielt. Uns haben alle Darsteller gefallen, weil man sich gut in sie hineinfühlen konnte. Auch die Techniker haben ganze Arbeit geleistet und mit den Lichteinstellungen die richtigen Effekte erzielt.
Unser Fazit ist, dass Theater besser als Kino sein kann
Unser Slogan: Romeo und Julia, tönt guet, esch gut!
Klasse Bez3b



