Alle Lehrpersonen haben bereits im Voraus eine Weiterbildung zum Projekt besucht. Dieses wird von der Suchtprävention Aargau begleitet. Während diesen elf Schulwochen werden die Kindergartenlehrpersonen und Deutschzusatzlehrpersonen ebenfalls regelmässig in Praxisgruppen durch die Kursleiter betreut.
Die Eltern werden an einem Elternabend zum Thema informiert und haben die Möglichkeit, Workshops zu besuchen. Zum Projektabschluss wird ein Treffen mit den Eltern stattfinden, um Erfahrungen auszutauschen.
Was ändert sich im Kindergarten?
Die Kinder werden anfangs Januar tatkräftig mithelfen, Tischspiele, Autos, Puppen, Legos, Puzzles und vieles mehr in die „Ferien“ zu versorgen. So können sich die Kinder auf die bevorstehende spielzeugfreie Zeit einstellen und vorbereiten.
Was bleibt sind Stühle, Tische, Tücher, Kisten, Seile, Klämmerli… aus denen die Kinder gemeinsam neue Spiele entwickeln können.
Was lernt ein Kind in dieser Zeit?
Die Kinder lernen Lösungen, Strategien und Techniken und üben sich im Umgang miteinander. Dabei nehmen sie ihre Bedürfnisse wahr, lernen sich mitzuteilen und sich mit dem Gegenüber auseinanderzusetzen. Es setzt sich mit dem Einteilen der Unterrichtszeit auseinander und lernt sie selber sinnvoll zu planen und gestalten.
Die sprachlichen Fähigkeiten werden ausgebaut und vertieft.
Im Sozialverhalten, in ihrer Selbständigkeit und Sachkompetenz werden die Kinder gestärkt und gefördert. Sie lernen sich, in der Gesellschaft zurechtzufinden, zu behaupten und selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Das Kind wird seine Lebenskompetenzen auf- und ausbauen.
Die Rolle der Kindergartenlehrperson?
Die Lehrpersonen bereiten die Kinder auf diese Zeit vor und begleiten sie in ihren Prozessen. Die Kinder werden erfahren, welche Regeln und Abmachungen im Zusammenleben unabdingbar sind. Eine Geschichte regt die Kinder an, ihre Ideen zu finden. Bilder und Symbole helfen den Kindern, sprachliche Barrieren zu überwinden.
Die Kindergartenlehrperson nimmt in dieser Zeit eine beobachtende Rolle ein. Bei Konflikten regt sie die Kinder an, selber nach Lösungen zu suchen und unterstützt sie dabei, wenn nötig. Beobachtungen werden schriftlich festgehalten und dokumentiert.
Die Kindergartenlehrpersonen freuen sich auf eine spannende spielzeugfreie Zeit mit ideenreichen, sprachfreudigen und zufriedenen Kindern.



