Arbeitseinsatz der Bez 3b Oftingen in Jeizinen, VS

Ein spezielles Klassenlager verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Bez 3b aus Oftringen vom 12. bis 16. Mai im Dorf Jeizinen im Wallis.

Organisiert durch die Koordinationsstelle für Arbeitseinsätze im Berggebiet, KAB und in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Naturpark Pfyn-Finges, leisteten die Oftringer Jugendlichen einen Arbeitseinsatz zugunsten der Schafzuchtgenossenschaft Gampel.

Hier der Bericht der Schülerinnen und Schüler, redigiert von CHristoph Haase, Klassenlehrer.

Am Montagmorgen trafen wir uns mit Koffern beladen am Bahnhof Zofingen. Uns stand eine lange Zugfahrt bevor. In Visp angekommen fuhr uns der Bus, der uns nach Gampel bringen sollte, vor der Nase weg. Nun mussten wir uns eine Stunde auf dem Bahnhof um die Ohren schlagen. Mit dem Bus ging es dann weiter nach Gampel, wo auch schon die Seilbahn nach Jeizinen auf uns wartete. Jeizinen ist ein kleines Dorf auf 1500 m.ü.M. Uns wurde ein Bus mit 13 Plätzen zur Verfügung gestellt, mit dem uns unser Klassenlehrer Herr Haase zur Hütte auf der Unteren Feselap brachte. Nun konnten wir uns in unseren Zimmern einrichten. Die Hütte an sich war sehr klein und die Zimmer eng. Nach einem kleinen Lunch wurden wir ins Arbeitsgebiet kutschiert. Unsere Arbeit bestand darin, drei Stunden lang Äste und Steine von den Schafsweiden wegzutragen und eine Trockenmauer zu bauen.

Als wir mit unserer Arbeit fertig waren, wurden wir wieder zurück gebracht. Die Kochgruppe hatte keine Freizeit, da sie in der Küche direkt einen Haufen Arbeit verrichten musste. Zum Abendessen gab es Hörnli und Gehacktes. Nachdem die Kochgruppe den Abwasch erledigt hatte, spielten wir noch eine Runde Lotto. Die Nachtruhe war eigentlich um 22:30, doch da die Jungs einen Stock höher so laut waren, konnten die meisten nicht schlafen. Dementsprechend waren am nächsten Morgen fast alle müde. 

Als wir aus dem Fenster schauten sahen wir die Untere Feselalp in weiss. Da unsere Hütte auf 1940 m.ü.M. war, gab es in der Nacht viel Schnee. Es erfreute uns zuerst, weil wir dachten wir müssten nicht arbeiten. Weil jedoch unser Einsatzgebiet auf 1200 m.ü.M auf uns wartete, mussten wir uns trotzdem zum Arbeiten bereit machen. Nach dem Frühstück machten wir uns nach einem Gruppenfoto gestärkt auf den Weg zur Arbeit. Mit dem Bus fuhren wir runter nach Jeizinen und liefen die restlichen 300 Höhenmeter zu Fuss nach unten bis zu unserem Arbeitsplatz. Auf dem Weg wurden uns noch die Kornspeicher von früher gezeigt. Es war sehr interessant.

Bei unserem Arbeitsplatz wartete schon unser Arbeitsgeber Walter Hildbrand mit seinem „Traktor“ auf uns. Wir mussten Zäune reparieren und Äste wegräumen. Beim Zäune reparieren, mussten wir die alten Zäune zusammenlegen und drauf stehen, damit sie zusammengefaltet blieben. Als wir drauf standen, war es wie ein Trampolin. Es war sehr lustig, weil es sich so Spaghetti-mässig anfühlte. Als wir so richtig ins Arbeitsfeeling kamen, war auch schon Mittagspause. Am Nachmittag arbeiteten wir weiter. Die Arbeitsgeber von der Schafzuchtgenossenschaft Gampel waren zufrieden mit uns. Danach mussten wir zurück laufen. Wir dachten wir müssten die lange Strecke, die wir gekommen sind nehmen, jedoch kannten unsere Arbeitsgeber eine Abkürzung, die zwar etwas steil war, doch nicht so lange dauerte. Als wir zurück zum Lagerhaus kamen, nahmen wir eine richtig schöne Dusche und bekamen dann erst mal Freizeit, aber die Kochgruppe, Fiona, Amanda, Nivitha und Noah musste sich beeilen und ging gleich in die Küche. Es gab zuerst Salat, dann Älplermaccaroni mit Apfelmus und als Nachtisch Rhabarberkuchen. Als das Essen bereit war, kamen alle nach unten und wir assen. Danach begann das Abendprogramm. Wir spielten das ‘‘Schoggi-Spiel‘‘. Das Ziel des Spiels ist es, mit Messer und Gabel eine Schokolade  aufzubekommen und sie zu essen. Während dem Spiel gab es viel Gelächter.

Danach spielten wir noch ‚Werwölfeln‘. Bei diesem Spiel gab es noch mehr Gelächter als vorher, denn Frau Wernli und Noah waren vom Amor als Liebespaar bestimmt. Frau Wernli ging dann über den Tisch und jagte Noah hinterher, um ihn zu küssen, doch Noah machte sich aus dem Staub. Es wurde langsam spät und wir mussten ins Bett, denn morgen mussten wir wieder früh aufstehen. Alle gingen nach oben, putzten die Zähne, machten sich fürs Bett bereit und schliefen gleich ein, denn wir waren alle müde vom Arbeiten und dieses Mal war es auch viel ruhiger als gestern.

Beim Frühstück erhielten wir die sensationelle Nachricht, dass wir nicht arbeiten mussten, weil es in der Nacht viel geschneit hatte. So hatten wir am Mittwoch ein abgeändertes Programm vor uns. Zuerst gingen wir mit unserem Minibus zum Parkplatz in Jeizinen. Wir besuchten den Hof von Walter Hildbrand, der uns seine Maremanno-Abruzzese-Herdenschutzhunde vorstellte. Er erklärte uns, wie sie erzogen werden, für was sie dienen und woher sie stammen. Um sie richtig zu erziehen und für ihre spätere Arbeit vorzubereiten, muss man verschiedene Massnahmen beim Erziehen der Hunde beachten. Schon als Welpen müssen die Hunde mit den Schafen leben, um sich an sie zu gewönnen. Danach muss man sie im Becken hin und her schaukeln, damit sie bei einer langen Autofahrt auf die Weide nicht erbrechen. Sie dienen zum Schutz der Schafe, vor Wölfen und Bären.

Danach gingen wir in das nahegelegene Restaurant und schauten verschiedene Filme. Der Erste handelte vom Angriff der Wölfe und Bären auf die Schafe und zeigte, wie die Hunde die Herde beschützen. Der Zweite dauerte eine Stunde, welcher vom Roggenbrot handelte, war sehr langweilig, für alle Zuschauer. So wurden wir unruhig, weil wir nichts zur Beschäftigung hatten. Wir fragten unseren Lehrer, ob wir noch etwas zu trinken erhalten könnten.  Wir durften zum Glück dann unseren Lunch im Restaurant essen und wir erhielten auch noch etwas zum Trinken.

Nachdem wir fertig gegessen hatten, fuhr ein Teil der Klasse mit dem Minibus und der andere mit der Seilbahn nach Gampel und dann weiter zum Regionalen Naturpark Pfyn-Finges. Dort hatten wir eine zweistündige Führung über die Geschichte des Naturparks, den Tieren, die dort leben oder gelebt hatten und über die Pflanzen und die Gesteine dort.

Nach der langen Führung konnten wir endlich wieder mal Spass haben. Wir gingen nämlich ins Hallenbad in Steg. Im Gegensatz zu den Hallenbädern bei uns war es aber sehr klein, denn es hatte nur ein Schwimmbecken und ein Sprungbrett, aber leider keine Rutsche. Trotzdem hatten die meisten von uns Spass. Nach den zwei Stunden im Hallenbad fuhren wir wieder in unser Lagerhaus zurück und die Kochgruppe musste das Abendessen vorbereiten. Es gab zuerst einen Salat, dann Riz Casimir und zum Dessert einen Fruchtsalat. Als Abendprogramm standen die Spiele Black Stories und Werwölfe auf dem Programm. Die Spiele haben Spass gemacht, weil es oft lustige Black Stories gab und beim ‚Werwölflen‘ gab es auch lustige Momente. Um 22.22:22 Uhr war Nachtruhe. Alle waren so müde, schliefen schnell ein und hatten ganz süsse Albträume.

Am nächsten Morgen standen wir um 6.45 Uhr auf. Zum Frühstück gab es Brot mit Konfitüre, Butter oder Nutella, Cornflakes und zum trinken Milch. Wir begannen erst um 10.00 Uhr zu arbeiten, da es vorher zu viel Schnee auf den Weiden hatte. Die Zeit von 8.00 bis 10.00 Uhr verbrachten wir damit Spiele zu spielen. Es war sehr lustig. Um 10.15 Uhr trafen wir auf die Weide ein. Unsere Arbeit bestand darin, Dornen zu schneiden, Äste zu entsorgen und Zäune zu erneuern.

Der Tag ging schnell vorbei und um 16.00 Uhr waren wir wieder zu Hause.
Nachdem wir geduscht hatten begannen wir alles für den Raclette-Abend zu vorbereiten. Die Männer, die uns während der Arbeit geholfen hatten, spendierten uns ein selbstgemachtes Raclette. Es war lecker!

Nachdem die Männer gegangen waren, hatten wir noch ein bisschen freie Zeit, die wir in unseren Zimmern verbrachten. Um 23.00 Uhr war Nachtruhe.

Am Freitag begann der Tag sehr früh, um 6.00 Uhr. Wir standen auf, zogen uns schnell an und schon mussten wir packen. Um 7.00 Uhr waren alle im Esszimmer, es gab Frühstück. Es gab keine Pause. Nach dem Essen eilten wir ins Zimmer und begannen alles zu putzen, die Betten, die Schränke und den Boden. Einige mussten das Geschirr abwaschen und die Küche putzen. Sobald die Koffer alle draussen standen und die Zimmer geputzt waren, ging es das letzte Mal auf die Weiden,etwa 2.30 Stunden arbeiten, Mittagessen und dann auf die Seilbahn.

Die Seilbahn brachte und nach Visp, dort verbrachten wir einige Zeit und gingen in die Migros und Coop einkaufen. Der Bus, der uns von Visp zum Bahnhof brachte, hatte Verspätung. Aus diesem Grund mussten wir rennen, wirklich rennen, damit wir den Zug nicht verpassten. Einige fielen sogar über ihren eigenen Koffer her. Naja, zum Glück erreichten wir den Zug rechtzeitig und die restliche Reise verlief wie geplant.

Es war ein schönes Klassenlager.


Hier den Bericht als pdf herunterladen.